
Da US-Präsident Trump keinerlei Besorgnis über den Wertverfall des Dollars äußerte, flossen erneut große Summen in den Goldmarkt und trieben die internationalen Goldpreise am 28. Januar auf ein neues Rekordhoch. Der Goldpreis durchbrach an diesem Tag erstmals die Marke von 5.300 US-Dollar (Anmerkung der Redaktion: Der Preis lag heute im frühen Handel über 5.500 US-Dollar), was einem Tagesanstieg von über 2 % entspricht. Die Gold-Futures in New York stiegen sogar noch stärker um über 4 % und erreichten ein Hoch von 5.331,90 US-Dollar.
Die Deutsche Bank weist darauf hin, dass die Normalisierung der globalen geopolitischen Turbulenzen und das Wachstum der Staatsverschuldung die Edelmetallpreise weiterhin stützen werden. Angesichts eines schwächeren Dollars erscheint ein Goldpreis von 6.000 US-Dollar als mögliches Kursziel. In einem optimistischen Szenario steigt der Goldpreis auf 6.900 US-Dollar pro Unze; in einem pessimistischen Szenario mit einem unerwartet starken Dollar liegt die Untergrenze bei 3.700 US-Dollar pro Unze.
Der Bericht der Société Générale hob zudem ihr Goldpreisziel auf 6.000 US-Dollar an und wies darauf hin, dass dies eine konservative Schätzung sei und der tatsächliche Preis wahrscheinlich höher ausfallen werde. Die Bank geht davon aus, dass die Investitionsnachfrage die Goldpreise bis zum Jahresende weiter in die Höhe treiben wird.
Analysten gehen davon aus, dass der Goldpreis in diesem Frühjahr 6.000 Dollar erreichen könnte.
Die Analystin Hannah von der Bank of America erklärte, dass die Geschichte zwar die Zukunft nicht vollständig vorhersagen könne, die durchschnittliche Wertentwicklung der letzten vier Gold-Bullenmarktzyklen jedoch bei einem Anstieg von rund 300 % innerhalb von 43 Monaten lag. Demnach könnte Gold in diesem Frühjahr von seinem aktuellen Niveau aus potenziell 6.000 US-Dollar erreichen.
Goldman Sachs hob seine Goldpreisprognose auf 5.400 US-Dollar an und sagte voraus, dass die Zentralbanken in diesem Jahr monatlich 60 Tonnen Gold kaufen werden und dass auch die Gold-ETF-Bestände steigen werden, da die Federal Reserve die Zinssätze senkt.
Es ist erwähnenswert, dass der US-Dollar gestern deutlich nachgab und auf ein Vierjahrestief fiel. Der US-Dollar-Index sank unter 96 und schloss bei 95,65 Punkten, ein Rückgang von über 1,6 % gegenüber dem Vortageshoch und ein kumulativer Verlust von 2,2 % seit Jahresbeginn. Marktsorgen über koordinierte Interventionen der USA und Japans am Devisenmarkt ließen den Yen zwischenzeitlich auf 152,18 gegenüber dem Dollar steigen. Am selben Tag erreichten die Währungen der asiatischen Schwellenländer ihre höchsten Stände seit Juli letzten Jahres, wobei der MSCI Emerging Markets Currency Index einen Rekordwert erreichte. (Reporter Guo Zhiwen)