
BERLIN, 29. Januar (Xinhua) – Die deutsche Bundesregierung veröffentlichte am 28. Januar ihren jährlichen Wirtschaftsbericht und prognostiziert für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1 Prozent. Dies entspricht einer Abwärtskorrektur um 0,3 Prozentpunkte gegenüber der Prognose vom vergangenen Herbst.
Die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Katharine Reischer erklärte bei der Veröffentlichung des Berichts, dass einer der Hauptgründe für die Abwärtskorrektur der Prognose eine schwächer als erwartet ausgefallene wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2025 sei. Darüber hinaus hätten die umfangreichen Staatsausgaben der Bundesregierung in Bereichen wie Infrastruktur und Verteidigung die Erwartungen hinsichtlich der Konjunkturbelebung nicht erfüllt.
Der Bericht legt nahe, dass das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr vor allem auf erhöhten öffentlichen Ausgaben des Bundes beruhen wird, darunter Investitionen in die Infrastruktur sowie Steuersenkungen für Unternehmen und Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten. Der Außenhandel wird hingegen voraussichtlich kein wesentlicher Wachstumstreiber sein. Aufgrund geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Unsicherheit stehen Deutschlands exportorientierte Schlüsselbranchen weiterhin unter erheblichem Druck.