
Hongkong führte im vergangenen Mai einen Mechanismus zur Unternehmensverlagerung ein. Finanzminister Christopher Hui erklärte heute (26.) nach dem Asiatischen Finanzforum gegenüber den Medien, die Marktresonanz sei sehr positiv gewesen. Bislang seien über 30 Anträge eingegangen, und die Zahl der in den letzten acht Monaten genehmigten Anträge habe sich auf 14 erhöht. Er gab bekannt, dass AXA China Limited und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft AXA Insurance Bermuda Limited heute Morgen offiziell ihre Verlagerungszertifikate vom Handelsregister erhalten und ihre Unternehmen damit erfolgreich in Hongkong registriert hätten.
Christopher Hui erklärte, dass Hongkong trotz der tiefgreifenden Veränderungen als „sicherer Hafen“ ausländischen Unternehmen volles Vertrauen für die Verlagerung ihrer Geschäftstätigkeit biete. Die zugelassenen Unternehmen decken ein breites Spektrum ab, darunter große Versicherungsgesellschaften und Finanzinstitute sowie Holdinggesellschaften und andere Unternehmen mit wirtschaftlichen Aktivitäten. Er fügte hinzu, dass man künftig mit dem Handelsregister und den zuständigen Finanzaufsichtsbehörden zusammenarbeiten werde, um Unternehmen, die sich in Hongkong ansiedeln wollen, umfassend zu unterstützen und so weitere multinationale Konzerne für eine Niederlassung in Hongkong zu gewinnen.
Auf die Frage nach Gerüchten, wonach die Behörden des Festlandes eine Verschärfung der Börsenzulassungsbedingungen für Festlandunternehmen in Hongkong erwägen, erklärte Christopher Hui, dass im Januar bereits rund elf neue Aktien an die Börse gegangen seien und über 350 weitere Unternehmen derzeit auf ihre Notierung warteten. Das Interesse der Unternehmen an einer Kapitalbeschaffung in Hongkong sei weiterhin hoch. Die Regierung habe stets engen Kontakt zu den Regulierungsbehörden des Festlandes gehalten, um sicherzustellen, dass Hongkong auch künftig die beste Finanzierungsplattform für Unternehmen vom Festland, aus der Region und weltweit bleibe. (Reporter: Lin Defen/Fotograf: Cai Qiwen)