
Der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer von Lihua Holdings (1346), Szeto Chi-yan, erklärte, dass nach der Übernahme des Sportbekleidungsherstellers AAG im Dezember letzten Jahres die zukünftigen Akquisitionsziele des Unternehmens hauptsächlich Unternehmen mit Produktionsstätten sein werden, darunter in Europa (z. B. Portugal und die Türkei), Nordafrika und Südamerika (z. B. Peru). Da die Kunden die tatsächliche Bedeutung von Zöllen erkannt haben, werden sich die zukünftigen Akquisitionsziele von verschiedenen Regionen Asiens auf die ganze Welt ausweiten.
Bezüglich der Vorteile der AAG-Übernahme erklärte Szeto Chi-yan, dass das Unternehmen übernommene Unternehmen üblicherweise innerhalb von drei Monaten integriert. Daher schätzt er, dass sich der Beitrag von AAG zum Unternehmenserfolg zunächst in der zweiten Jahreshälfte bemerkbar machen wird, die volle Wirkung jedoch erst 2027 erwartet wird. Er wies zudem darauf hin, dass die US-Wirtschaft weiterhin unter Druck steht und die Insolvenzwelle im Einzelhandel anhält, was eine Kettenreaktion von Auswirkungen auf Marken und Lieferketten auslöst. Allerdings eröffnen die schwierigen Marktbedingungen dem Unternehmen auch attraktivere Akquisitionsmöglichkeiten.
Der Umsatz von Lihua belief sich im vergangenen Jahr auf 200,2 Millionen US-Dollar, ein Rückgang von 10,2 % gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn sank um 7,4 % auf 15,87 Millionen US-Dollar. Li Yaoming, Geschäftsführer und Finanzvorstand von Lihua Holdings, erklärte den Umsatzrückgang hauptsächlich mit der konservativen Finanzpolitik des Unternehmens. Aufgrund von Bedenken hinsichtlich möglicher finanzieller Schwierigkeiten bei ein oder zwei Großkunden reduzierte das Unternehmen im vergangenen Jahr proaktiv die Bestellungen bei diesen Kunden. Die Bruttogewinnmarge blieb jedoch bei 28,5 %, es gab keine Forderungsausfälle, und die Nettogewinnmarge erreichte sogar einen Rekordwert von 7,9 %.
Darüber hinaus hat Lihua Holdings im Rahmen eines ressourcenschonenden Managementmodells eine Plattform entwickelt, die Fabriken intelligent zusammenbringt und Aufträge zwischen Marken und Kundenproduktionsstätten verteilt. Aktuell nutzen 35 Kundenproduktionsstätten die Plattform. William Chan, CEO von Lihua Holdings, betonte, dass das Unternehmen die Plattform allen 150 Kundenproduktionsstätten zugänglich machen werde, Hersteller jedoch möglicherweise individuelle Präferenzen hätten. Daher rechnet das Unternehmen damit, dass sich die traditionellen und die plattformbasierten Systeme in ihrer Entwicklung weiter voneinander abgrenzen werden. (Reporter Lin Defen)