
Festlandchina hat seine Immobilienpolitik weiter gelockert. Laut Medienberichten müssen viele Immobilienunternehmen den Aufsichtsbehörden nun nicht mehr monatlich über die sogenannten „drei roten Linien“ oder ähnliche Indikatoren berichten. Diese Nachricht beflügelte die Kurse chinesischer Immobilienaktien am heutigen 29. deutlich. Sunac China (1918) legte um 28,15 % zu, Country Garden (2007) um 18,18 %, die Shimao Group (813) um 20,77 % und erreichte damit ein Einmonatshoch, und CIFI Holdings (884) stieg um 16,67 %.
Viele Aktien vom chinesischen Festland haben ein Einmonatshoch erreicht, darunter Longfor Group (960) mit einem Plus von 4,56 %, R&F Properties (2777) mit einem Plus von 11,32 %, Sino-Ocean Group (3377) mit einem Plus von 12,63 %, Vanke (2202) mit einem Plus von 7,75 % und Seazen Holdings (1030) mit einem Plus von 10,73 %.
Der Bericht zitierte mehrere Führungskräfte von Immobilienunternehmen auf dem chinesischen Festland mit der Aussage, dass die monatliche Meldung der drei wichtigsten Indikatoren („rote Linien“) nicht mehr erforderlich sei. Diese Anpassung könnte mit der Unternehmensgröße zusammenhängen. Die Unternehmenszentrale und die Taskforce stehen jedoch weiterhin in regelmäßigem Austausch und treffen sich etwa alle ein bis zwei Wochen, um die aktuellen Entwicklungen im Unternehmen zu verfolgen.
Um die Höhe der verzinsten Schulden von Immobilienunternehmen zu kontrollieren, führten die chinesischen Aufsichtsbehörden im August 2020 die „drei roten Linien“ ein, die 2021 vollständig umgesetzt wurden. Immobilienunternehmen sind verpflichtet, monatlich Kennzahlen zu melden und werden je nach Anzahl der überschrittenen roten Linien in vier Stufen eingeteilt: rot, orange, gelb und grün.
Konkret umfassen die „drei roten Linien“ eine Verschuldungsquote (ohne Vorauszahlungen) von maximal 70 %, eine Nettoverschuldungsquote von maximal 100 % und ein Verhältnis von liquiden Mitteln zu kurzfristigen Verbindlichkeiten von mindestens 1. Einige chinesische Immobilienunternehmen, die diese „roten Linien“ überschritten hatten, durften ihre verzinsten Schulden nicht weiter erhöhen, was zu Liquiditätsproblemen führte und die anhaltende chinesische Immobilienschuldenkrise auslöste. (Reporterin Lin Defen)