Die instabile Lage im Nahen Osten hat zu starken Schwankungen der internationalen Ölpreise geführt. Reuters und mehrere Finanzmedien berichteten, dass nur 15 Minuten bevor US-Präsident Trump am Montag (23. August) eine Verschiebung der Militäraktion gegen den Iran ankündigte, ein unbekannter Händler Öl-Futures im Wert von über 500 Millionen Dollar leerverkaufte. Da die Ölpreise nach Trumps Ankündigung einbrachen, verdiente dieser mysteriöse Händler innerhalb weniger Minuten Millionen von Dollar und erregte damit großes Aufsehen am Markt.

Die Deeskalation der Situation präzise vorhersagen? Vor 15 Minuten trat ein ungewöhnlicher Verkaufsdruck auf.
Laut Daten der Londoner Börse (LSEG) und der Börse traten zwischen 10:49 Uhr und 10:50 Uhr GMT am Montag, 15 Minuten bevor Trump auf Truth Social verkündete, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran „produktiv“ seien und der Angriff auf iranische Kraftwerke verschoben werde, plötzlich ungewöhnliche Handelsrekorde auf dem Markt auf.
Daten zeigen, dass innerhalb dieser Minute 5.100 Terminkontrakte für Brent- und West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl gehandelt wurden, mit einem geschätzten Nominalwert von 580 Millionen US-Dollar. Analysten weisen darauf hin, dass zu diesem Zeitpunkt der Verkaufsdruck überwog, was darauf hindeutet, dass einige Fonds vor der Veröffentlichung positiver Nachrichten einen sich abschwächenden Markttrend korrekt vorhergesagt hatten.
Die Ölpreise brachen innerhalb weniger Minuten um 15 % ein; 13 Millionen Barrel Rohöl wechselten sofort den Besitzer.
Als Trump die Nachricht um 11:05 Uhr GMT offiziell veröffentlichte, brach am Energiemarkt sofort ein. Der Preis für Brent-Rohöl fiel von 112 US-Dollar pro Barrel auf rund 99 US-Dollar, ein Rückgang von bis zu 15 Prozent; auch der Preis für WTI-Rohöl stürzte von rund 99 US-Dollar auf 86 US-Dollar ab.
Innerhalb einer Minute nach Veröffentlichung des Beitrags brach die Marktstimmung komplett ein. Über 13.000 Terminkontrakte wechselten den Besitzer, was 13 Millionen Barrel physischem Rohöl entsprach. Marktbeobachter wiesen darauf hin, dass das massive Handelsvolumen vor der Veröffentlichung des Beitrags höchst ungewöhnlich war, da weder Ankündigungen der Federal Reserve noch wichtige Energiedaten veröffentlicht oder Nachrichtenberichte eine Entspannung der Lage prognostiziert hatten. Ein Portfoliomanager brachte es auf den Punkt: „Da hat jemand ein Vermögen gemacht; das lässt sich kaum als Zufall erklären.“
Angesichts zahlreicher Fragen wies der Sprecher des Weißen Hauses, Kush Desai, jegliche Vorwürfe des Insiderhandels kategorisch zurück. Er betonte, dass das Weiße Haus es nicht dulde, wenn Beamte Insiderinformationen zum persönlichen Vorteil nutzen, und kritisierte die Anschuldigungen als „haltlose und unverantwortliche“ Berichterstattung.
Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (SEC) und die Warenterminhandelskommission (CFTC) haben beide eine Stellungnahme zu dem Thema abgelehnt.
Aktuell haben sich die Preise für Brent-Rohöl auf rund 104 US-Dollar pro Barrel erholt. Dies spiegelt die anhaltende abwartende Haltung des Marktes hinsichtlich des Verhandlungsfortschritts wider, insbesondere angesichts der konsequenten Ablehnung eines direkten Kontakts zwischen Iran und den USA. Analysten weisen darauf hin, dass die Ölpreise seit Ausbruch des Konflikts im Februar um mehr als 40 % gestiegen sind, wobei sich das tägliche Handelsvolumen auf 1 Million Kontrakte (rund 1 Milliarde Barrel Rohöl) verdoppelt hat. Diese extrem hohe Volatilität hat Vorwürfe des Insiderhandels verstärkt.