Laut CCTV News führte das Büro für öffentliche Sicherheit der Tokioter Polizei am 29. Durchsuchungen der Stützpunkte und zugehörigen Wohnungen der japanischen Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte durch, nachdem diese gewaltsam in die chinesische Botschaft in Japan eingedrungen waren und von der Polizei festgenommen wurden.
Laut der chinesischen Botschaft in Japan kletterte am Morgen des 24. ein Angreifer, der sich als Mitglied der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte ausgab, über die Mauer und drang gewaltsam in das Botschaftsgebäude ein. Er drohte, chinesische Diplomaten zu töten. Die chinesische Botschaft protestierte scharf und forderte von japanischer Seite eine verantwortungsvolle Erklärung. Bislang hat die japanische Regierung jedoch lediglich ihr Bedauern ausgedrückt und weder eine Entschuldigung noch konkrete Maßnahmen zur Rechenschaftslegung angekündigt.

▲Screenshot aus einem Video, das die Überstellung von Koichi Murata an die Staatsanwaltschaft zeigt. Bildquelle: Kyodo News.
Berichten zufolge nahm Murata am 23. März, dem Tag vor dem Vorfall, Urlaub und verließ mittags seine Wohnung. Er fuhr mit dem Fernbus und dem Shinkansen nach Tokio, wo er in einem Internetcafé übernachtete. Murata gestand, in einem großen Supermarkt in Tokio ein Messer gekauft zu haben. Das Messer wurde in einem Gebüsch auf dem Gelände der chinesischen Botschaft gefunden. Es soll eine Klingenlänge von etwa 18 Zentimetern haben.
Murata gestand, dass er dem chinesischen Botschafter seine Ansichten darlegen wollte und im Falle einer Ablehnung Selbstmord begehen würde. Die Tokioter Polizei führt in dem Fall detaillierte Ermittlungen durch.
Laut Muratas Geständnis traf er etwa eine Stunde vor dem Einbruch in die chinesische Botschaft am Tatort ein und erkundete die Umgebung. Die Ermittler gaben bekannt, dass Murata vermutlich über den Stacheldrahtzaun des Nachbargebäudes geklettert war.
Das japanische Verteidigungsministerium erklärte, dass er am Tag des Vorfalls, dem 24. März, nicht zur vorgesehenen Zeit an seinem Posten erschienen sei und seine Einheit versucht habe, ihn zu kontaktieren.