
Am 23. Januar meldete Japan, dass sich die Kerninflation im Dezember zwar verlangsamt habe, aber weiterhin über dem Zielwert der Zentralbank von 2 % liege. Dies bestätigte die Markterwartungen für künftige Zinserhöhungen. Die Daten zeigten, dass der Kern-Verbraucherpreisindex (ohne frische Lebensmittel) im Dezember im Jahresvergleich um 2,4 % gestiegen sei. Dies entsprach den Marktprognosen und fiel deutlich geringer aus als der Anstieg von 3,0 % im November. Die Verlangsamung der Inflation war hauptsächlich auf Basiseffekte zurückzuführen, da die Energiekosten im vergangenen Jahr nach dem Auslaufen der staatlichen Treibstoffsubventionen stark gestiegen waren.
Ein weiterer Verbraucherpreisindex, der Preise für frische Lebensmittel und Energie ausklammert (und den die Bank von Japan als besseren Indikator für die tatsächliche Inflation betrachtet und genau überwacht), stieg im Dezember um 2,9 %, verglichen mit einem Anstieg von 3,0 % im November. Die zweitägige Sitzung der Bank von Japan endet am Freitag. Die Märkte erwarten mehrheitlich, dass sie ihren Leitzins unverändert bei 0,75 % belässt, aber gleichzeitig signalisiert, dass sie bereit ist, die Kreditkosten weiter anzuheben, solange sich die Wirtschaft moderat erholt.