
23. Januar (Gelonghui) – Indiens Bestände an US-Staatsanleihen sind auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Das Land versucht damit, seine Währung zu stützen und seine Devisenreserven zu diversifizieren und folgt einem breiteren Trend, bei dem sich große Volkswirtschaften vom weltgrößten Anleihenmarkt zurückziehen. Laut Daten der US-Regierung von letzter Woche sind Indiens Bestände an langfristigen US-Staatsanleihen auf 174 Milliarden US-Dollar gesunken, ein Rückgang um 26 Prozent gegenüber dem Höchststand im Jahr 2023.
Daten der indischen Zentralbank zeigen, dass US-Staatsanleihen mittlerweile ein Drittel der Devisenreserven des Landes ausmachen, verglichen mit 40 % vor einem Jahr. Diese Entwicklung, die den Schritten anderer wichtiger Währungsreserveninhaber entspricht, und der steigende Anteil von US-Staatsanleihen an den indischen Reserven werfen erneut Fragen nach dem Sonderstatus der Vereinigten Staaten und der Rolle ihrer Staatsschulden als Reservevermögen auf.
Die erneuten Handelsdrohungen von US-Präsident Trump im Zusammenhang mit Grönland haben diese Besorgnis verschärft und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass europäische Regierungen beginnen könnten, ihre Reserven zu reduzieren.