
US-Präsident Donald Trump drohte Kanada mit einem 100-prozentigen Zoll, sollte das Land ein Handelsabkommen mit China abschließen. Nach Trumps neuer Zolldrohung rief der kanadische Premierminister Mark Carney am 24. die Kanadier dazu auf, kanadische Produkte zu kaufen, um der Bedrohung von außen entgegenzuwirken.
Carney veröffentlichte ein vorab aufgezeichnetes Video in den sozialen Medien, in dem er die Bevölkerung dazu aufrief, kanadische Produkte zu kaufen, um Bedrohungen von außen entgegenzuwirken. Er betonte, dass die kanadische Wirtschaft von außen bedroht sei, und appellierte an die Kanadier, eine Entscheidung zu treffen, sich auf das zu konzentrieren, was sie beeinflussen können, und das Land mit kanadischen Produkten zu stärken.

Obwohl er die Vereinigten Staaten nicht direkt erwähnte, bekräftigte Carney sein Engagement für die Förderung kanadischer Produkte. Er erklärte: „Wir können das Verhalten anderer Länder nicht kontrollieren. Aber wir können unsere besten Kunden sein. Wir werden kanadische Produkte kaufen und kanadische Produkte nutzen, um unser Land aufzubauen.“
Am selben Tag veröffentlichte Carney ein 40-sekündiges Video auf seinem offiziellen Social-Media-Account, in dem er seine jüngsten Besuche in China und Katar sowie seine Teilnahme am Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums Revue passieren ließ und erklärte, dass er Partnerschaften stärke, den Handel diversifiziere und Investitionen anziehe, um größere wirtschaftliche und strategische Vorteile für Kanada zu sichern.
Der kanadische Handelsminister LeBlanc erklärte, dass Kanada und China zwar mehrere wichtige Handelsfragen gelöst hätten, aber kein Freihandelsabkommen anstrebten und Kanada weiterhin an seinen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten festhält.
Die Spannungen zwischen den USA und Kanada sind weiterhin hoch. Trump hat wiederholt seinen Wunsch geäußert, Kanada zum „51. Bundesstaat“ zu machen, und argumentiert, Kanadas Überleben hänge vollständig von den USA ab. Carney kritisierte kürzlich mächtige Nationen für den Einsatz von Zöllen als Druckmittel und rief die Länder zur Zusammenarbeit auf, um strategische Autonomie zu erreichen.
Bildquelle: Xinhua-Nachrichtenagentur