
Das Financial Services and Treasury Bureau und InvestHK gaben gemeinsam bekannt, dass die Zahl der Single-Family-Offices in Hongkong laut der von InvestHK in Auftrag gegebenen und von Deloitte durchgeführten Studie „Hong Kong Family Office Market Study“ bis Ende 2025 3.380 übersteigen wird. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 680 innerhalb von zwei Jahren und einem Wachstum von mehr als 25 %.
In den nächsten zwei Jahren werden wir mehr als 220 Family Offices bei ihrem Markteintritt in Hongkong unterstützen.
Der Staatssekretär für Finanzdienstleistungen und das Schatzamt, Christopher Hui, erklärte, das anhaltende Wachstum der Family Offices in Hongkong spiegele die beachtlichen Erfolge der Regierung bei der Förderung entsprechender Richtlinien und dem Aufbau entsprechender Systeme wider. Gleichzeitig entwickelten sich die Family-Office-Branche und die Vermögensverwaltung angesichts globaler Veränderungen rasant weiter, wobei nachhaltiges Wachstum, die Nachfolge zwischen den Generationen und positive soziale Auswirkungen stärker in den Fokus rückten.
Er wies ferner darauf hin, dass Hongkong im Rahmen des Prinzips „Ein Land, zwei Systeme“ mit seinen Vorteilen – der Unterstützung durch das Mutterland und der Vernetzung mit der Welt – ein günstiges Entwicklungsumfeld für Familienunternehmen bietet, das sowohl planbar als auch wachstumsstark ist. Die Regierung wird die Entwicklung der Familienunternehmen weiterhin mit einem vielschichtigen Ansatz fördern. Dazu gehören die Optimierung der Steuerregelungen, die Umsetzung des Programms für neue Kapitalinvestoren, die Organisation von Investitionsförderungsmaßnahmen weltweit durch die Task Force für Familienunternehmen von InvestHK sowie die Gründung der Hong Kong Wealth Inheritance Academy.
Christopher Hui erklärte, die Regierung plane, in der ersten Jahreshälfte Gesetzesvorschläge zur Ausweitung der steuerlichen Vergünstigungen für Fonds und Single Family Offices vorzulegen. Diese sollen künftig Edelmetalle, Kredite, private Schuldtitel und digitale Vermögenswerte umfassen. Er zeigte sich zuversichtlich, das in der Grundsatzrede 2025 formulierte Ziel zu erreichen: mehr als 220 Family Offices sollen bis Ende 2026 bzw. 2028 in Hongkong angesiedelt werden oder ihre Geschäftstätigkeit ausbauen.
Liu Kaixuan: Einzelunternehmen in Hongkong benötigen im Allgemeinen keine Lizenz.
Die Behörden erklärten, dass Family Offices über verschiedene Kanäle, darunter Finanzinvestitionen, operative Geschäftsführung und wohltätige Aktivitäten, einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Wirtschaft leisten. Studien schätzen, dass ein einzelnes Family Office in Hongkong direkt über 10.000 Vollzeitkräfte beschäftigt und allein diese Büros jährlich rund 12,6 Milliarden HK$ Umsatz für die lokale Wirtschaft generieren. Berücksichtigt man Joint Family Offices und andere Organisationen, die Dienstleistungen für Family Offices erbringen, dürften die tatsächlichen wirtschaftlichen Vorteile sogar noch deutlich höher ausfallen.
Hongkong wird voraussichtlich im Juni 2025 weltweit die zweitgrößte Anzahl an Ultra-High-Net-Worth-Individuals (UHNWI) aufweisen und zählt damit zu den bevorzugten Standorten für Family Offices. Die Regierung wird weiterhin eng mit der Branche zusammenarbeiten, um weitere Fördermaßnahmen zu unterstützen und ein umfassendes Ökosystem für Family Offices aufzubauen.
InvestHK-Generaldirektorin Solina Lau erklärte: „Bei unseren Werbeaktivitäten für Family Offices in Europa und Südostasien stellten wir fest, dass viele ausländische Family Offices großes Interesse an den institutionellen Vorteilen und Steueranreizen Hongkongs haben. Hongkong bietet ein äußerst flexibles Investitionsumfeld, und sein Steueranreizsystem schränkt den Investitionsstandort nicht ein. Dadurch können Family Offices über Hongkong in globale Vermögenswerte investieren. Gleichzeitig benötigen einzelne Family Offices in Hongkong in der Regel keine Lizenz, was ein hohes Maß an Diskretion gewährleistet. Dies sind entscheidende Faktoren, die ausländische Family Offices besonders schätzen.“