
Die Hongkonger Wertpapier- und Futures-Kommission (SFC) warnt die Öffentlichkeit vor Betrügern, die sich als bekannte Börsenkommentatoren ausgeben und Anlageberatung mit garantierten hohen Renditen anbieten, um Anleger in betrügerische Machenschaften zu verwickeln. Die SFC hat kürzlich Berichte erhalten, wonach Betrüger soziale Medien oder Messenger-Dienste nutzen, um Opfer in ein System der Marktmanipulation zu locken, das auf dem sogenannten „Hypeing und Dumping“ basiert.
Bei typischen Betrugsmaschen, die auf überhöhten Kursmanipulationen basieren, geben sich Betrüger als renommierte Anlageexperten aus. Ihr Fokus liegt darauf, Aktien mit geringer Marktkapitalisierung oder niedriger Marktliquidität zu empfehlen und deren Kurse künstlich in die Höhe zu treiben. Sie bieten sogenannte Insiderinformationen oder Anlagetipps an und verleiten Anleger so zum Kauf von Aktien zu überhöhten Preisen. Sobald der Aktienkurs stark gestiegen ist, verkaufen die Betrüger ihre Anteile schnell wieder, streichen den Gewinn ein und lassen die Anleger beim anschließenden Kurssturz mit erheblichen Verlusten zurück. In einigen Fällen wurden Opfer auch dazu verleitet, auf gefälschten Handelsplattformen oder -anwendungen mit Aktien zu handeln und konnten ihre Gelder letztendlich nicht abheben.
In manchen Fällen kontaktieren Betrüger ihre Opfer, nachdem diese Geld verloren haben, und behaupten, sie könnten durch die Zahlung einer zusätzlichen „Einzahlung“ oder „Bearbeitungsgebühr“ eine „Entschädigung“ erhalten. Sobald die Opfer das Geld auf das angegebene Konto eingezahlt haben, bricht der Kontakt zu den Betrügern ab.
In den meisten Fällen kennen Anleger weder die wahre Identität der Personen, die sie zum Aktienkauf drängen, noch die Zuverlässigkeit der von ihnen bereitgestellten Informationen. Betrüger nutzen mitunter gefälschte Social-Media-Profile, fälschen Dokumente oder geben sich als bekannte Börsenkommentatoren aus, um Vertrauen zu gewinnen.
Die Securities and Futures Commission (SFC) hat den Fall der Polizei gemeldet und wird weiterhin mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um Anlagebetrug zu bekämpfen.
Die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC) appelliert insbesondere an die Anleger:
1) Seien Sie äußerst wachsam gegenüber Anlageempfehlungen, die zu gut klingen, um wahr zu sein, und in sozialen Medien oder Instant-Messaging-Anwendungen auftauchen.
2) Seien Sie besonders vorsichtig bei Fremden, die Anlageberatung anbieten, insbesondere wenn Sie von „Online-Freunden“ aufgefordert werden, Screenshots Ihrer persönlichen Transaktionsaufzeichnungen zu senden.
3) Nutzen Sie ausschließlich offizielle Zahlungskanäle des Unternehmens, vermeiden Sie Einzahlungen auf private Bankkonten und überprüfen Sie die Empfängerdaten über eine vertrauenswürdige Quelle, um deren Identität zu bestätigen.
Sollten Sie verdächtige Anlageaktivitäten, betrügerische Machenschaften oder durch „Hype-getriebene Leerverkäufe“ ausgelöste Betrugsversuche entdecken, melden Sie diese bitte umgehend der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC) oder der Polizei. (Reporter Han Shang)