
HSBC (005) hat die Privatisierung der Hang Seng Bank abgeschlossen. Die Bank wurde am 27. Januar offiziell von der Börse genommen und ist seitdem eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von HSBC Asia Pacific. Laut lokalen Medienberichten kehrt Su Xuebing, die über drei Jahre als Finanzvorstand der Hang Seng Bank tätig war, im März dieses Jahres als kommissarischer Finanzvorstand für Asien und den Nahen Osten zu HSBC zurück. Jonathon Lee, der bisherige Finanzvorstand für Asien und den Nahen Osten bei HSBC, wird im Gegenzug als Finanzvorstand zur Hang Seng Bank wechseln.
Dem Bericht zufolge ist der Austausch von Führungskräften im Finanzbereich zwischen den beiden Banken ein seltenes Vorgehen. Zudem ist es das erste Mal in der über 90-jährigen Geschichte der Hang Seng Bank, dass ein Ausländer die Position des Finanzvorstands (CFO) übernommen hat. HSBC und Hang Seng hatten die Vereinbarung zuvor intern bekannt gegeben. Sprecher beider Banken lehnten eine weitere Stellungnahme ab.
Nach der Privatisierung der Hang Seng Bank werden auf deren offizieller Website keine zuvor öffentlich zugänglichen Informationen mehr zum Topmanagement und zum operativen Ausschuss angezeigt. Ein Sprecher der Hang Seng Bank erklärte, die Privatisierung sei abgeschlossen und der Prozess stehe nicht mehr im Einklang mit den Börsenzulassungsregeln; daher würden entsprechende Informationen nicht mehr veröffentlicht.
Den vorliegenden Informationen zufolge ist Su Xuebing eine malaysische Chinesin, die seit 30 Jahren für die HSBC-Gruppe tätig ist. Sie trat 1995 in die HSBC ein und bekleidete mehrere Schlüsselpositionen bei HSBC Malaysia, darunter die der Hauptbuchhalterin, der Finanzvorständin und des Chief Financial Officer.
Jonathon Lee, der zum Finanzvorstand der Hang Seng Bank ernannt wurde, war laut seinem Social-Media-Profil elf Jahre und acht Monate bei HSBC tätig. Im Mai 2024 wird er die Leitung des Finanzbereichs für Asien und den Nahen Osten bei HSBC übernehmen.